* Erläuterungen zum Inventar siehe Legende

Objekt-Nr. 2007-32

KLANGBEISPIEL Ludwig van Beethoven (1770 - 1827): Menuett op. 49 Nr. 2

Konstruktion: Buchsbaum. 4teilig. Bohrung konisch. 3 Mittelteile (corps de rechange). Garnituren Elfenbein. Kopfstück mit Korkspindel und graduiertem Indexstift aus Elfenbein. C-Fuss. 6 Klappen aus Silber. Klappendeckel quadratisch, mit Zierkerben in den Ecken. Bocklagerung. Arm der C - Klappe verziert, führt über die Cis - Klappe. Klappen unter den Polstern mit Initialen / JH / gezeichnet (= John Hale, Flötenbauer).

Masse: Mittelteil Nr. 4: Lt 68.5 / Ls 60.7 / Dm 18.8 – 10.7 / ML 11.0 x 9.8 / A1 = ca. 427 Hz. Mittelteil Nr. 5: Lt 67.8 / Ls 59.8 / A1 = ca. 435 Hz. Mittelteil Nr. 6: Lt 67.0 / Ls 59.0 / A1 = ca. 440 Hz.

Signatur: auf allen Teilen / FLORIO / am Fussstück FLORIO / LONDON / auf den Mittelteilen jeweils zusätzliche Nummer (4, 5, 6).

Originaler Holzkasten aus Palisander

Zustand: 2 Gerissener Elfenbeinring am Kopfstück mit Metallring verstärkt. Mundloch ev. etwas vergrössert
Spieleigenschaften: 2 sehr offener, starker Klang. Sehr gute, leichte 3.Oktave. Intonation bei allen Mittelstücken etwas problematisch, vor allem bei Nr. 5
Seltenheit: 3

Hersteller: P. G. Florio (1730 – 1795), Flötist italienischer Herkunft, ging nach mehrjähriger Tätigkeit am Dresdener Hof 1756 erst nach Paris, dann um 1760 nach London. Florio propagierte als einer der ersten die Mehrklappenflöte und den C-Fuss. Die Instrumente unter seinem Namen wurden wahrscheinlich von den bekannten Londoner Flötenbauern Richard Potter oder (zumindest die Klappen, s. o.) von John Hale gefertigt (Werkstatt 1785 - 1804).