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2008-110 [2017/07/28 21:23]
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2008-110 [2019/03/09 17:42] (aktuell)
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 +* Erläuterungen zum Inventar siehe [[Legende]]
  
 +==== Objekt-Nr. 2008-110 ====
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 +===== Rudall & Rose, London ​ / GB =====
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 +===== Konische Ringklappen-Flöte in C, Nr. 39 =====
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 +===== System Boehm 1832 =====
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 +===== 1843/44 =====
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 +[[https://​soundcloud.com/​user-480549779/​117-elgar-serenade-rudall-rose-bohm-konisch-2008-110|{{wiki:​hotteterre.jpg?​100|}}]] **KLANGBEISPIEL** ​ Edward Elgar (1857-1934) Serenade (from The Wand of Youth, 1. Suite)
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 +{{ :110-1.jpg |}}
 +{{:​110-2.jpg?​350|}}{{ :​110-4.jpg?​100|}}{{ :​110-5.jpg?​110|}}{{ :​110-8.jpg?​220|}}{{ :​110-3.jpg?​220|}}
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 +**Konstruktion:​** ​ Cocusholz. 3teilig. C-Fuss. Bohrung konisch. Kopfstück und Stimmzug etwas heller gefärbt als Korpus und Fussteil. Handstütze (fehlt). Fein gearbeitete Ringklappen-Mechanik aus Silber. Alle Klappen an Achsen befestigt; Fis- und B-Klappe schliessen mit Stiften. Daumenklappe mit Doppelloch.Gis-Klappe System Dorus. C/H-, C/D-, Cis/​D-Trillerklappen. Polster geschraubt. Kopfstück mit ovalem Blasloch in Silberband; eingelegtes Silberrohr. Sog. ‘Patentkopf’ (Patent Head) mit Schraubmechanismus und drehbarer Kappe (Silber) zum gleichzeitigen Verschieben von Auszug und Stimmkorken. ​
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 +**Masse:** Lt 66.2 / Ls 58.5 / Dm 18.0 – 11.2 / ML 12.8 x 10.4 / A1 = ca. 442 Hz
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 +**Signatur:​** auf  Kopfstück (Stimmzug), Korpus und Fussteil / (4-blättiges Kleeblatt) / RUDALL & ROSE / LONDON / (Kleeblatt) /. Auf Korpus zusätzlich / No. 1 TAVISTOCK STREET / COVENT ​ GARDEN / LONDON / 39 /. Auf drehbarer Kappe / (Wappen mit flankierendem Löwen und Einhorn und ringförmig angeordnetem Schriftzug) ​ RUDALL & ROSE PATENTEES /.
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 +Etui original ​
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 +|**Zustand:​**| 2| Stimmzug mit Haarriss, repariert. Handstütze fehlt.|
 +|**Spieleigenschaften:​**| 3| heller,​ kräftiger Klang. Intonation gut, aber Cis2 sehr hoch|
 +|**Seltenheit:​**| 3| sehr frühes Exemplar der konischen Böhmflöte|
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 +**Hersteller:​** Nähere Angaben zur Firma Rudall & Rose, sowie Rudall Carte & Co. und ihren verschiedenen Flötenmodellen siehe [[2010-106]]. Informationen zum '​Patent Head' siehe [[2014SB-65]].
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 +1843 begann die Firma Rudall & Rose, unter direkter Anleitung von Theobald Boehms früherem Partner Rudolph Greve, Boehms Modell 1832 zu produzieren. Das vorliegende frühe Exemplar mit der Seriennummer 39 dürfte um 1843/44 entstanden sein (Auskunft Peter Spohr, Frankfurt). In Bohrung und Mechanik unterscheiden sich die frühen Seriennummern kaum von Boehms eigenen Instrumenten,​ mit Ausnahme der geschlossenen Gis-Klappe (System Dorus) sowie des Kopfstückes,​ das bei R&R ein ovales Mundloch und - auf Wunsch - den Mechanismus des ‘Patent Head’ (Patent R&R 1832) aufweist. Insgesamt dürften einige Hundert konische Boehmflöten von R&R gebaut worden sein, bevor Boehms Folgemodell von 1847 mit seiner zylindrischen Bohrung den Markt eroberte. ​     ​