* Erläuterungen zum Inventar siehe Legende

Objekt-Nr. 2009-156

KLANGBEISPIEL Edward Elgar (1857-1934) Salut d'Amour (op.12)

Konstruktion: Cocusholz. C-Fuss. Kopfstück mit eingelegtem Metallrohr. Kappe geschraubt. Klappen und Mechanik Neusilber. Klappendeckel geschlossenen. G offset; Gis geschlossen. C/D- und Cis/Dis-Triller. Zusatzhebel für H.

Masse: Lt 67.3 / Ls 60.0 / DM 19.0 / ML 12.1 x 10.3 / A1 = ca. 440 Hz

Signatur: auf Kopfstück und Fussteil / (Krone) / RUDALL / CARTE & Co / LONDON /. Auf Korpus / (Krone) / RUDALL / CARTE & Co. Ltd / 23 BERNERS STREET / OXFORD STREET / LONDON / 34715 /.

Etui original

Zustand: 3
Spieleigenschaften: 3 heller, kräftiger, flexibel Klang. Intonation sehr gut
Seltenheit: 2

Hersteller: Näheres zur Firma Rudall Carte & Co. siehe 2014SB-65.

Bereits im Juni 1847 überliess Theobald Boehm das erste Exemplar seiner neu entwickelten zylindrischen Flöte Rudall & Rose zur Erprobung. Überzeugt von den Vorzügen des neuen Konzeptes, erwarb die Firma kurz darauf die Produktionslizenz vom Erfinder – praktisch gleichzeitig wie Godfroy & Lot in Frankreich. Richard Carte propagierte die neuartige Böhmflöte intensiv in Konzerten, Referaten und Artikeln und trug damit viel zu ihrem Erfolg in der Öffentlichkeit – und für die eigene Firma - bei. Gleichzeitig brachte Rudall Carte auch verschiedene 'Hybrid'-Modelle auf den Markt, welche versuchten, die Vorzüge der zylindrischen Böhmflöte mit dem herkömmlichen Griffsystem zu vereinen. Näheres hierzu siehe 2010-106.

Das vorliegende Instrument Nr. 34715 repräsentiert die preisgünstigste Ausführung im Angebot von Rudall Carte & Co, wenn auch in unvermindert hoher Fertigungsqualität. Das Instrument wurde 1902 in damals üblicher hoher Stimmung von Mr. Baker/RC gebaut und an einen Mr. H. Hunt, Bath verkauft. Die Endziffer 5 der 5stelligen Seriennummer bedeutet, dass die Flöte 1935 auf eine tiefere Stimmung (A1 = ca. 440 Hz) umgebaut wurde: mit einem neuen Korpus und Fussteil mit geänderten Tonloch-Positionen, doch unter Verwendung des ursprünglichen Kopfstückes und der bisherigen Mechanik. (Auskunft Robert Bigio, London).

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