* Erläuterungen zum Inventar siehe Legende

Objekt-Nr. 2010-129

KLANGBEISPIEL Gabriel Fauré (1845 - 1924) Pavane

Konstruktion: Silber. C-Fuss. Alle Teile gelötet. Klappendeckel perforiert; mit V-förmigen Armen an Achse befestigt. G inline; Gis geschlossen. Oktav-Klappe für Daumen lH; C/Cis und H/Cis-Triller (rH 1). C/D- und Cis/Dis-Triller. Kein Zusatzhebel für B.

Masse: Lt 67.2 / Ls 59.7 / Dm 19.0 / ML 12.4 x 9.6 / A1 = ca. 443 Hz

Signatur: (nur Kopfstück) / F. BARBIER / BREVETE S.G.D.G. / GRAND PRIX HORS CONCOURS / PARIS /. Silberstempel auf den beiden oberen Ringen am Korpus

Zustand: 3
Spieleigenschaften: 3 voller, runder Klang, vielleicht etwas inflexibel. Intonation gut; Cis2 etwas hoch, D1, Cis1 und C1 etwas tief
Seltenheit: 3 Instrumente aus der Werkstatt Barbier sind nicht häufig

Hersteller: Florentin Barbier (Lebensdaten unbekannt) machte sich 1869 als innovativer Instrumentenmacher selbständig und erlangte einige Patente für seine Flöten und Piccoli. Von 1885 - 1898 arbeitete er für die Firma Couesnon & Cie., mit welcher er die ‚flûte à perce carrée‘, resp. ‚flûte à perce cylindre rectangulaire‘ entwickelte und 1895 patentieren liess (s.2014SB-130). Danach arbeitete er bis ca. 1910 erneut als selbständiger Instrumentenbauer. Obwohl Barbier nie den Bekanntheitsgrad seiner Berufskollegen Godfroy, Lot, Bonneville oder Rive erlangte, zeichnen sich seine Instrumente durch hervorragende Qualität und innovative Ideen aus.