Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

Beide Seiten der vorigen Revision Vorhergehende Überarbeitung
2012-170 [2017/06/20 21:11]
admin
2012-170 [2019/03/09 17:42] (aktuell)
Zeile 1: Zeile 1:
 +* Erläuterungen zum Inventar siehe [[Legende]]
  
 +==== Objekt-Nr. 2012-170 ====
 +
 +===== Jim Schmidt, Sanger, CA  /USA =====
 +
 +===== Zylindrische Flöte in C, Silber, Nr. 1C =====
 + 
 +===== ‚Linear Fingering System‘ =====
 +
 +===== 1987 =====
 +
 +{{ :170-7.jpg |}}
 +{{:​170-8.jpg?​300|}}{{ :​170-1.jpg?​60|}}{{ :​170-3.jpg?​120|}}{{ :​170-4.jpg?​100|}}{{ :​170-5.jpg?​110|}}{{ :​170-6.jpg?​100|}}
 +
 +**Konstruktion:​** Silber. 2teilig (Kopfstück und Korpus). Zylindrische Bohrung. Kopfstück aussergewöhnlich lang (25 cm). 16 Tonlöcher, bis H reichend; 16 Klappen, davon 6 mit perforiertem Klappendeckel;​ alle Klappen offenstehend. Spezielle Polster aus synthetischem Wildleder (Ultrasuede) und  Polyester-Folie (Mylar). Zwei demontable Handstützen.
 +
 +**Masse:** Lt 70.5 / Ls 64.0 / Dm 18.7 / ML 11.7 x 10.0 / A1 = ca. 444 Hz
 +
 +**Signatur:​** auf Kopfstück und Korpusende / (Signet) / JS /. Auf Kopfstück oben Rückseite / 1C (Serien-Nummer?​) /.
 +
 +Etui original (gefüttertes Aluminiumrohr für unzerlegtes Instrument; Schulterriemen)
 +
 +|**Zustand:​**| 3|  ​
 +|**Spieleigenschaften:​**| 3| ​ starker, gleichmässiger Klang. Erfordert eigene Griffe|
 +|**Seltenheit:​**| 3| ​ bisher (2012) erst 7 Exemplare gebaut|
 +**Hersteller:​** Jim Schmidt ist ein innovativer Instrumentenbauer in Kalifornien,​ der sich in den letzten 25 Jahren u.a. der Entwicklung von neuartigen Klappensystemen bei Saxophon und Flöte gewidmet hat. Seine Instrumente folgen einem linearen, chromatischen Griffsystem,​ d.h. jedes Tonloch entspricht einem Halbton. Dies erfordert (zumindest in den ersten beiden Oktaven) keine Gabelgriffe. Die wichtigsten Vorteile gegenüber dem Böhm-System sind - nach Schmidt - eine leichter erfassbare Grifflogik, eine verbesserte Ergonomie und der Verzicht auf zahlreiche Zusatzklappen. Im Gegensatz zur ebenfalls chromatischen Giorgi-Flöte,​ welche eine radikale Vereinfachung der Mechanik ​ anstrebte (s. [[2010-169]]),​ erfordert Schmidt’s ​ '​Linear Fingering System'​ eine aufwändige und teilweise höchst unkonventionelle Klappen-Konstruktion. Da der rechte Daumen zur Bedienung der G-Klappe benötigt wird, stellen sich – wie bei der Giorgi-Flöte – Probleme bei der Stützung des Instrumentes. ​ – Das vorliegende,​ sehr sorgfältig gebaute ​ Instrument ist nach Auskunft von Jim Schmidt das erste voll entwickelte Exemplar seines '​Linear Fingering System'​. Bis 2012 baute er insgesamt sieben Flöten nach diesem Konzept.