Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

Beide Seiten der vorigen Revision Vorhergehende Überarbeitung
2012-84 [2017/09/17 09:34]
admin
2012-84 [2019/03/09 17:42] (aktuell)
Zeile 1: Zeile 1:
 +* Erläuterungen zum Inventar siehe [[Legende]]
  
 +==== Objekt-Nr. 2012-84 ====
 +
 +===== Stephan Koch, Wien / A =====
 +
 +===== 8 Klappen – Flöte in C =====
 +
 +===== um 1815 =====
 +
 +[[https://​soundcloud.com/​user-480549779/​58-beethoven-koch-8Kl-2012-84|{{wiki:​hotteterre.jpg?​100|}}]] ​ KLANGBEISPIEL ​  ​Ludwig van Beethoven (1770 - 1827): Serenade op. 8 (arr. Th. Boehm), Allegretto alla Polacca
 +
 +{{ :84-1.jpg |}}
 +{{:​84-7.jpg?​200|}}{{ :​84-6.jpg?​420|}}{{ :​84-4.jpg?​120|}}{{ :​84-2.jpg?​200|}}
 +
 +**Konstruktion:​** ​ Ebenholz, lackiert. 4teilig. H-Fuss. Bohrung konisch. Garnituren aus Elfenbein. Klappen aus Silber; tief H für Daumen rH; C2 für lH 2;  B und F je mit Zusatzhebel;​ Hebel für C-Klappe führt über Cis-Klappe. Alle Klappen mit Zinnpolstern;​ alle Tonlöcher ​ metallgefüttert. Bocklagerung,​ mit Metallführungen. Kopfstück mit eingelegtem Metallrohr. Stimmzug, graduiert. Korkspindel und Indexstift (graduiert) aus Elfenbein.
 +
 +**Masse:** Lt 77.0 / Ls 61.7 / Dm 17.5 – 10.4 / ML 11.1 x 9.0 / A1 = ca. 448 Hz
 +
 +**Signatur:​** ​ auf allen Teilen (Kopfstück:​ auf Stimmzug), z.T. schwach / S. KOCH / WIEN /
 +
 +Etui original
 +
 +|**Zustand:​**| 2| reparierte Risse in Kopfstück und Stimmzug; einige Zinnpolster schwierig zu dichten|
 +|**Spieleigenschaften:​**| 3| voller,​ runder und etwas kehliger Klang. Intonation relativ gut; D3 sehr hoch, Gabelgriffe relativ hoch|
 +|**Seltenheit:​**| 2|
 +**Hersteller:​** Die Werkstatt von Stephan Koch (1772 – 1828) produzierte unter diesem Namen von 1807 – 1866 Holzblasinstrumente von hoher Qualität, insbesondere während der Lebenszeit von St. Koch sen. Seine Flöten galten im Urteil des Flötenvirtuosen ​ A. B. Fürstenau und des berühmt-berüchtigten Musikkritikers Hanslick als die besten ihrer Zeit.
 +Die vorliegende Flöte ist ein typischer Vertreter des spezifischen Wiener Stils, wie sie etwa auch J. J. Ziegler baute. In Anlehnung an Richard Potters Instrumente weisen sie ein metallgefüttertes Kopfstück, einen graduierten Stimmzug und  Zinnpolster auf. Weitere Merkmale sind die konische Bohrung mit starker Steigung und - zumindest bei den besseren Instrumenten – die Muschel-förmig verzierten Klappendeckel sowie die metallgefütterten Tonlöcher und Lagerböcke. ​