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2013-116 [2017/06/13 21:12]
admin
2013-116 [2019/05/14 16:34] (aktuell)
admin
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 +* Erläuterungen zum Inventar siehe [[Legende]]
  
 +==== Objekt-Nr. 2013-116 ====
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 +===== J. M. Bürger, Strassburg ​ / D =====
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 +===== Konische Ringklappen-Flöte in C =====
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 +===== System Boehm 1832 =====
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 +===== um 1900 =====
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 +[[https://​soundcloud.com/​user-480549779/​249-tillmetz-poeme-elegiaque-burger-boehm-konisch-116|{{wiki:​hotteterre.jpg?​100|}}]] ​ **KLANGBEISPIEL** Rudolf Tillmetz (1847-1915) Poème élégiaque op. 48 (1909)
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 +{{ :116-1.jpg |}}
 +{{:​116-2.jpg?​350|}}{{ :​116-5.jpg?​80|}}{{ :​116-6.jpg?​130|}}{{ :​116-4.jpg?​50|}}{{ :​116-3.jpg?​180|}}
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 +**Konstruktion:​** ​ Kokusholz. 3-teilig. C-Fuss. Bohrung konisch. Kopfstück ohne Stimmzug; Korkspindel und Indexstift (Metall). Garnitur und Mechanik aus Neusilber. Ringklappen;​ alle Klappen an Achsen befestigt. Gis geschlossen. Daumenklappe für H mit Doppelloch. H/Cis+C/D- und Cis/​Dis-Trilller. Kein H/​C-Triller.
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 +**Masse:** Lt 67.8 / Ls 60.0 / Dm 19.0 – 10.2 / ML 10.0 x 12.1 / A1 = ca. 430 Hz
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 +**Signatur:​** auf Korpus / (Engel mit Trompete) / J. M. BÜRGER / STRASSBURG / (stilisierte Blüte) /. Keine Markierungen auf Kopfstück und Fussteil. Keine Seriennummer.
 +
 +Etui original, mit Schraubenzieher und gedrechseltem Fett-Töpfchen
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 +|**Zustand:​**| 3|
 +|**Spieleigenschaften:​**| 3| offener,​ starker Klang. Etwas widerständige Ansprache. Intonation in der Höhe etwas schwierig|
 +|**Seltenheit:​**| 2|
 +**Hersteller:​** Julius Max Bürger (Daten unbekannt; lebte 1914 noch in Strassburg) arbeitete u.a. bei Boehm & Mendler in München, und ab 1870 bei C. Roth in Strassburg, dessen Nachfolge er 1881 übernahm. Bürger spezialisierte sich auf den Bau der konischen Ringklappenflöte,​ die er offenbar (in der Bohrung?) modifizierte und 1890 als sog. ‚Bürger-Boehm Modell’ vermarktete. Dabei half ihm der berühmte Flötist Rudolf Tillmetz (1847 – 1915), der nach 20 Berufsjahren mit der zylindrischen Boehmflöte 1882 auf das konische Modell umstieg – offenbar unter dem Einfluss von Richard Wagner, der das zylindrische Modell als ‚Gewaltsrohr‘ und ‚laute Kanone’ bezeichnet haben soll.