* Erläuterungen zum Inventar siehe Legende

Objekt-Nr. 2013-35

Konstruktion: Buchsbaum. 4teilig. Bohrung konisch. D – Fuss. Stimmzug. Garnituren Elfenbein. Klappen Silber, Klappendeckel rund, flach; Bocklagerung.

Masse: Lt 59.7 / Ls 53.0 / Dm 18.75 – 14.25 / ML 10.0 x 8.6 / A1 = ca. 433 Hz

Signatur: auf allen Teilen / (Stern über Lyra) / FELCHLIN, / A BERNE. / (Stern) / Mittelteil zusätzlich / 1 / (Wechselstück-Nummer).

Zustand: 2 Kopfstück mit 2 Rissen (repariert); fehlende Kappe ersetzt
Spieleigenschaften: 2 voller Klang. Intonation schwierig
Seltenheit: 3

Hersteller: Georg Caspar Felchlin (1774 – 1842) führte seine Werkstatt für Holzblasinstrumente erst in Arth und in Strassburg, ab spätestens 1810 in Bern, später (ab wann?) in Schwyz. Seine Instrumente genossen einen guten Ruf, wurden doch noch Jahre nach seinem Wegzug aus Bern gefälschte Instrumente mit der Signatur ‚FELCHLIN A BERNE‘ angeboten, was ihn zu einer öffentlichen Klage gegen den ‚Drechsler und Instrumentenpfuscher Xaver Kaiser von Zug‘ veranlasste (s. 2014SB-202). Sein Neffe Joseph Carl Anton Felchlin (1801 – 1855; s. 2016-36) ging bei ihm in die Lehre und wirkte von 1836 - 1852 als sein Nachfolger in Bern, wo er unter 'FELCHLIN JUNGER A BERNE', später (?) unter ‚FELCHLIN A BERNE‘ firmierte. Die zeitliche und somit personelle Zuordnung des Instrumentes ist daher unsicher. Eigenartig ist auch das offenbar parallele Vorhandensein von Stimmzug und Wechselstücken.