* Erläuterungen zum Inventar siehe Legende

Objekt-Nr. 2014SB-29

Konstruktion: Buchsbaumholz. 4teilig. C-Fuss. Bohrung konisch. Kopfstück mit gradiertem Stimmzug und eingelegtem Metallrohr. Garnituren und Korkspindel mit Indexstift aus Elfenbein. Klappen aus Silber, alle mit konischem Zinnpolster und metallgefüttertem Tonloch. Lagerung in Holzböcken mit Metallfütterung.

Masse: Lt 66.5 / Ls 59.0 / Dm 18.0 – 10.4 / ML 9.0 x 10.1 / A1 = ca. 437 Hz

Signatur: auf Kopfstück / (undeutliches Signet) / ASTOR / No. 79 / CORNHILL / LONDON / (Einhorn) / PATENT / auf allen restlichen Teilen / G - ASTOR / LONDON / (Einhorn) / auf Stimmzug zusätzlich / PATENT /

Zustand: 3 reparierter Riss im Herzteil. Zinnpolster für F, Dis, Cis und C, mit zusätzlichen Lederpolstern abgedichtet
Spieleigenschaften: 2 offener, starker Klang. Gabelgriffe funktionieren gut. Intonation schwierig, D3 zu hoch, Es und E3 zu tief (Dis-Klappe öffnet sich ev. nicht weit genug); F3 unspielbar, A3 schwierig
Seltenheit: 2 Flöten aus der Manufaktur Astor sind nicht selten; allerdings finden sich solche im Stil von Richard Potter und mit C-Fuss nicht so häufig

Hersteller: Firma wurde 1778 von den Brüdern Georg (George; 1752 - 1813) und Johann (John; 1763 – 1848) Astor, beide aus dem deutschen Ort Waldorf stammend, in London gegründet. 1783 wanderte John nach Baltimore/USA aus, handelte erst mit Musikinstrumenten und etablierte sich später in New York als äusserst erfolgreicher Händler in ‚Furs and Pianos‘ und in Liegenschaften (z.B. Hotel Waldorf Astoria, N.Y.). George Astor blieb in London, handelte mit Musikinstrumenten, verlegte Musik, baute später auch Klaviere und Orgeln und ging bis zur Auflösung der Firma 1831 verschiedene Geschäftspartnerschaften ein.