* Erläuterungen zum Inventar siehe Legende

Objekt-Nr. 2014SB-74

KLANGBEISPIEL Franz Schubert (1768 - 1824): An die Musik (vergleiche Klangbeispiel 2004-73)

Konstruktion: Buchsbaum. 4teilig. C-Fuss. Bohrung konisch. Kopfstück mit Stimmzug; Korkspindel mit Indexstift (Elfenbein). Garnituren und Kappe in Elfenbein. Klappen Messing, mit flachen Deckeln; Kurz-F als Zusatzhebel zu Lang F-Klappe. Bocklagerung.

Masse: Lt 65.8 / Ls 58.0 / Dm 17.6 – 9.95 / ML 11.5 x 10.3 / A1 = ca. 450 Hz

Signatur: auf Kopfteil, resp. Stimmzug / RODOL. GREVE / A / MUNICH /

Zustand: 2 Mundloch ev. leicht vergrössert
Spieleigenschaften: 3 Klang hell und etwas schneidend. 3.Oktave sehr leichtgängig. Intonation gut, aber tiefe Töne ab D1 zu tief. Gabelgriffe F und Gis hoch
Seltenheit: 3

Hersteller: Rudolph (Rodolphe) Greve (1806 – 1862), Sohn des Instrumentenbauers Andreas Greve (s. 2014SB-38), wurde 1829 Werkführer, 1839 Geschäftspartner von Th. Boehm in München. Er baute unter dem gemeinsamen Label Boehm & Greve in erster Linie Boehms 1829er Modell. Ab 1847 produzierte er unter eigenem Namen, da Boehm seinen Namen dem neu entwickelten zylindrischen Flötenmodell vorbehalten wollte.

Das vorliegende Instrument repräsentiert das erste von Theobald Boehm entwickelte Flötenmodell, für welches er 1829 vom Bayernkönig Maximilian ein ‚Privilegium’ (eine Art Patent) erlangte und mit welchem er seine Londoner Tournée von 1831 durchführte, die nach der Begegnung mit Charles Nichoson zur Entwicklung seiner konischen Ringklappenflöte führte. Das vorliegende Instrument ist bis auf wenige Details (Mundloch; Stimmzug; Konstruktion Kurz/Lang-F) identisch mit dem Exemplar 2014SB-75.

  • (Externe Bearbeitung)