Aufbau der Sammlung

Beim Aufbau der Sammlung leitet mich die Idee, von jedem wichtigen Schritt in der Entwicklung der Flöte ein spielbares Exemplar zu besitzen, wenn immer möglich aus der Werkstatt eines renommierten Flötenbauers. Dieses ehrgeizige Ziel konnte ich in den vergangenen 15 Jahren bei limitiertem Budget und beschränktem Angebot nur teilweise erreichen. Aber eine Sammlung ist ja bekanntlich nie abgeschlossen… Zudem galt (und gilt) wie bei den meisten Sammlern auch bei mir das ‚Opportunitäts-Prinzip‘: Man greift zu, wenn ein interessantes und erschwingliches Objekt verfügbar ist, auch wenn es vielleicht nicht ganz den Sammlungskriterien entspricht. Immerhin kam ich mit diesem Vorgehen – und dem notwendigen Sammler-Glück – zu einer Reihe von interessanten Raritäten.

Der Schwerpunkt meiner Sammlung liegt auf originalen Instrumenten des späteren 18., des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Eines der ältesten, genau datierbaren Instrumente - eine frühe Mehrklappen-Flöte von Richard Potter Senior, linksgespielt (Objekt-Nr. 2014SB-30) - stammt von 1777 (Fotos). Neben zahlreichen Mehrklappen-Flöten aus der Romantik und Spätromantik sind auch frühe Vertreter des Böhm-Systems gut vertreten. Von Instrumenten aus der Barockzeit verfüge ich aus Gründen der Verfügbarkeit und Kosten über nur wenige Originale, deutlich mehr dagegen in Form von Kopien namhafter Flötenbauer. Heute (anno 2020) umfasst die Sammlung rund 280 Objekte, wovon etwa 200 Instrumente als sammlungswürdig eingestuft und in spielbarem Zustand sind. Die restlichen Objekte sind von geringerer Bedeutung, meist unrestauriert und in einem Depot eingelagert (Kennzeichnung D nach der Objekt-Nr.).

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