Die einzelnen Klangbeispiele können via Inventar beim Beschrieb der entsprechenden Instrumente abgerufen werden


Musikinstrumente wurden und werden zur Klangerzeugung geschaffen. Diese ihre wichtigste Funktion sollen sie in meiner Sammlung nach Möglichkeit auch als historische Zeugnisse noch erfüllen können (s. Instrumente sind spielbar).

Ziel der Klang-Beispiele ist, einen möglichst authentischen Eindruck der klanglichen Eigenart von ausgewählten Flöten aus der Sammlung zu vermitteln. Durch die Wahl von Instrumenten aus verschiedenen Zeitepochen, Flötenkategorien, Manufakturen und Baumaterialien sollte es möglich sein, die Vielfalt und Veränderung des Flötenklanges im Verlauf der Jahrhunderte zu erkennen und zu vergleichen. In einigen Fällen wurde daher das gleiche Musikstück mit dem gleichen Flötentyp, aber in verschiedenen Materialien eingespielt. Allerdings sind nicht bei allen Flöten markante Unterschiede in der Klangfarbe zu hören - ganz im Gegensatz zum subjektiven Spielgefühl, das bei jedem Instrument anders ist.

Die gewählten Musikstücke entsprechen möglichst der Zeit und geografischen Region des jeweils verwendeten Instrumentes. Längst nicht alle Kompositionen wurden ursprünglich für die Flöte geschrieben, doch stammen manche Arrangements von Zeitgenossen der Komponisten oder sogar von diesen selbst. Ich wählte vorwiegend Stücke in eher gemässigtem Tempo, um den Klang besser zur Geltung zu bringen - und um die fingertechnischen und intonationsmässigen Herausforderungen, welche manche der Flöten bieten, einigermassen zu bewältigen. Um sie wirklich optimal spielen zu können, bedingen viele der Originalinstrumente ein intensives und exklusives Training - wegen der Vielzahl der Flöten für mich ein ausgesprochenes (Luxus-)Problem. Die hier dargebotenen Klang-Beispiele sind denn in erster Linie als Dokumente und nicht als 'hohe Kunst' zu verstehen.

Um den Klang möglichst authentisch zu reproduzieren, machten wir die Tonaufzeichnungen sehr direkt, d.h. mit den Instrumenten nahe beim Aufnahmegerät (ZOOM Handy Recorder H2). Dies hat allerdings den Nachteil, dass auch unerwünschte Geräusche (Atemholen; Schlagen der Klappen; Stuhlknarren) verhältnismässig prominent zu hören sind. Es empfiehlt sich deshalb, die Lautstärke auf Verhältnisse wie etwa im Konzertsaal zu drosseln. Um die ausgesprochen 'trockene' Akustik des kleinen Aufnahmeraumes etwas zu verbessern, fügten wir den Aufzeichnungen minimen Hall bei. Weitere Nachbearbeitungen (Schnitte; Korrekturen etc.) erfolgten nicht; die Aufnahmen stellen eine Art 'Live-Mitschnitt' dar.

Ein grosses Problem im Zusammenspiel von originalen Blasinstrumenten mit Cembalo und Klavier sind deren unterschiedliche Stimmungen. Wir verwendeten deshalb ein leistungsfähiges E-Piano (Yamaha P-120), dessen Stimmung auf's Hertz genau eingestellt werden kann. Ich bin meinem Klavierpartner Rani Orenstein, Korrepetitor an der Schola Cantorum Basel sehr dankbar, dass er sich ohne Murren in die Niederungen der elektronischen Klangerzeugung herabliess.